Franz-Bogner-Wissenschaftspreis 2025

29. Mai 2026

Franz-Bogner-Wissenschaftspreis 2025

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Credit: APA-Fotoservice/Ben Leitner

Mit einer Rekordzahl von 46 Einreichungen wurde am 28. Mai 2026 in der Sky Lounge der Universität Wien der Franz-Bogner-Wissenschaftspreis verliehen. Rund 60 Gäste waren gekommen, um herausragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit zu würdigen.

Insgesamt wurden zwölf Arbeiten ausgezeichnet und Preisgelder in Höhe von 10.900 Euro vergeben. Die eingereichten Arbeiten spiegelten die große Bandbreite der Kommunikationswissenschaft wider. Themen reichten von CEO-Kommunikation über Krisen- und Katastrophenkommunikation bis hin zu Content-Marketing, Greenwashing und gesellschaftlicher Verantwortung von Unternehmen.

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Wissenschaftspreis 2025 ©Ben Leitner

Vertrauen und Beziehungen bleiben zentral

In seinen Begrüßungsworten betonte Christoph Neumayer, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Senats des PRVA, die zentrale Bedeutung von Vertrauen für erfolgreiche Kommunikationsarbeit. Gerlinde Layr-Gizycki, Geschäftsführerin des Wissenschaftlichen Senats des PRVA, verwies auf die wachsende Rolle von Künstlicher Intelligenz, machte aber zugleich deutlich, dass Kommunikation vor allem von zwischenmenschlichen Beziehungen, persönlichem Austausch und Netzwerken lebt.

Ein Thema zog sich quer durch viele der eingereichten Arbeiten: die Bedeutung von Emotionen. Denn Botschaften erreichen Menschen besonders dann, wenn sie berühren, bewegen und eine emotionale Verbindung schaffen.

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Wissenschaftspreis 2025 ©Ben Leitner

Universität Wien besonders erfolgreich

Besonders erfolgreich schnitt heuer die Universität Wien ab. Viele der ausgezeichneten Arbeiten wurden dort verfasst. Einen wesentlichen Anteil daran hatte Professorin Sabine Einwiller, unter deren Betreuung mehrere prämierte Arbeiten entstanden.

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Wissenschaftspreis 2025 ©Ben Leitner

Staffelübergabe nach zehn Jahren

Durch die Preisverleihung führte Juryvorsitzende Sabine Fichtinger. Für sie war es ein besonderer Abend, denn nach zehn Jahren an der Spitze der Jury übergab sie die Funktion an Johannes Angerer, Vizepräsident des PRVA.

Als Dank für ihr langjähriges und engagiertes Wirken erhielt sie vom Wissenschaftlichen Senat einen Büchergutschein sowie einen Blumenstrauß. Die Gäste würdigten ihren Einsatz mit großem Applaus.

Der Franz-Bogner-Wissenschaftspreis zeigte einmal mehr, wie vielfältig, praxisrelevant und gesellschaftlich bedeutend die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Kommunikation heute ist.

 

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Wissenschaftspreis 2025 ©Ben Leitner

Die Siegerarbeiten 2026 im Detail

Bachelorarbeiten

  1. Platz: Hannah Rund (Universität Wien), „Image Repair in der politischen PR. Donald Trumps Strategien in sozialen Medien als Reaktion auf Vorwürfe während des US-Präsidentschaftswahlkampfs 2024“. Betreuerin: Sabine Einwiller.
  2. Platz: Emilia Ladisich (Universität Wien), „Taten statt Worte. Warum die Wiener Linien während des Hochwassers im September 2024 einen Candystorm erfuhren“, Betreuerin: Sabine Einwiller.
  3. Platz: Lena Wagner (USTP St. Pölten), „Diskursethik in Umweltdebatten. Medien und Akteur in der Kontroverse über den Bau von Windrädern in Niederösterreich“. Betreuer: Simon Ganahl.

 

Magister- / Masterarbeiten an Universitäten

  • 1. Platz ex aequo: Raphaela Stibor (Universität Wien), „Transparent Leadership and Interactional Justice in CEO Communication: The Impact on Psychological Safety and Employee Voice during Organizational Change“ sowie Larissa Middelkoop (Universität Wien) für ihre Arbeit „Gemeinsam engagiert: Einfluss von NGO-Kooperationen auf die Wirkung von Corporate Social Advocacy“. Betreuerin beider Arbeiten: Sabine Einwiller.
  • 3. Platz: Julia Deweis (Universität Wien), „Storytelling von Hilfsorganisationen. Eine Untersuchung zum Wirkungspotenzial narrativer Spendenaufrufe am Beispiel der Caritas Wien“, Betreuerin: Sabine Einwiller.

 

Masterarbeiten an Fachhochschulen

  1. Platz: Florian Schodritz (Hochschule Burgenland), „Die Katastrophenkommunikation der niederösterreichischen Blaulichtorganisationen in den sozialen Medien am Beispiel der Hochwasserkatastrophe 2024“. Betreuerin: Sabine Fichtinger.
  2. Platz: Silvia Rapp (USTP St. Pölten), „CEO-Positionierung auf LinkedIn: Erfolgsfaktoren, Strategien und die Rolle der Authentizität in der digitalen Führungskommunikation österreichischer Industrieunternehmen“. Betreuerin: Sabine Fichtinger.
  3. Platz: Johanna Wittner, (USTP St. Pölten), „Die CEOs Gesicht zeigen. CEO-Videos als strategisches Kommunikationsinstrument im Online-Geschäftsbericht“. Betreuerin: Ute Greutter.

 

Masterthesen an Universitäts- und Fachhochschullehrgängen

  1. Platz: Anne Heginger (Universität für Weiterbildung Krems), „Von Greenwashing bis Greenhushing. Risiken der Nachhaltigkeitskommunikation im Tourismusmarketing und Gestaltungsempfehlungen für die Praxis“. Betreuerin: Brigitte Nastl.
  2. Platz ex aequo: Bettina Dunst (Universität für Weiterbildung Krems), „Aufmerksamkeitswirksame Videos im Content-Marketing steirischer Top-Unternehmen“ sowie Laura Schneider (Universität für Weiterbildung Krems), „Markenaktivismus auf Facebook- und Instagram-Kanälen. Eine Analyse der strategischen Gestaltung und Interaktionsmuster am Beispiel ausgewählter Lebensmittelhersteller“. Betreuerin: Michaela Sramek und Brigitte Nastl.

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