Eröffnet wurde der Tag von Johannes Angerer in Vertretung von PRVA-Präsidentin Ingrid Gogl sowie von Klemens Ganner aus der APA Group. Schon zu Beginn standen die großen Themen im Raum:
Der Vormittag machte schnell klar: Es geht nicht nur um Tools oder Trends, sondern vor allem um Haltung, Verantwortung und Orientierung.
Doris Schmidauer sprach darüber, wie sehr Bilder, Narrative und Gewohnheiten unsere Wahrnehmung prägen – und warum Veränderung oft im Kleinen beginnt: „Immer wenn wir nach dem Gewohnten greifen, bestätigen wir es auch.“
Ihr Appell: mehr positive Erzählungen schaffen, ohne Probleme zu beschönigen.
Stefanie Rupp-Menedetter zeigte, dass Kommunikation in Krisenzeiten weit mehr ist als Schadensbegrenzung: „Hinter jeder Krise steckt eine Chance.“
Gefragt sind Klarheit, neue Zugänge und der Mut, Haltung zu zeigen.
Auch die Diskussion rund um mutige Kommunikationsarbeit brachte einen spannenden Gedanken auf den Punkt: Mut entsteht selten allein, sondern dort, wo Vertrauen, Werte und psychologische Sicherheit gelebt werden.
Im zweiten Teil des Vormittags rückten Vertrauen, Fake News und Informationsqualität in den Fokus.
Zwischen KI, Plattformlogiken und wachsender Informationsflut wurde deutlich: Glaubwürdige Kommunikation wird immer anspruchsvoller und gleichzeitig immer wichtiger.
Ein Satz blieb besonders hängen: „Vertrauen ist die härteste Währung.“
Medienkompetenz, Transparenz und klare Einordnung sind entscheidend, um Orientierung zu schaffen.
Am Nachmittag ging es im Auditorium mit einer Reihe von Themen weiter, die die Branche aktuell besonders beschäftigen.
Johannes Kopf erklärte verständlich und mit einem Augenzwinkern die Herausforderungen am Arbeitsmarkt: von Fachkräftemangel bis zur Attraktivität von Arbeitgebern. Klar wurde: Auch hier ist Kommunikation entscheidend, um Entwicklungen einzuordnen.
In der Diskussion rund um Employer Branding zeigte sich: Glaubwürdigkeit schlägt Perfektion. Unternehmenskultur beginnt bei Führung und zeigt sich im Alltag.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Europas Rolle im globalen Wettbewerb. Eine zentrale Botschaft: „Europa ist eine Chance und ein Erfolg. Wir müssen lernen, das auch zu erzählen.“
Zum Abschluss wurde es noch einmal technologisch: Im Panel zu KI und Innovation wurde deutlich, wie stark Automatisierung Prozesse verändert. Gleichzeitig bleibt klar: Einordnung, Verantwortung und Vertrauen sind Aufgaben, die nicht automatisiert werden können.
Neben dem Programm im Auditorium boten die Break-out-Sessions zusätzliche Einblicke in aktuelle Fragestellungen der Kommunikationspraxis.
Von KI-gestützter Suche und Sichtbarkeit über Influencer Relations bis hin zu Krisenkommunikation und Qualitätsmanagement ging es hier vor allem um konkrete Anwendungen und Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag.
Die Sessions zeigten, wie stark sich die Rahmenbedingungen für Kommunikation verändern und wie wichtig klare Strategien, strukturierte Prozesse und ein bewusster Umgang mit neuen Technologien sind.
Gerade dieser praxisnahe Zugang machte die Break-out-Sessions zu einem wertvollen Ergänzungsformat für alle, die sich intensiver mit einzelnen Themen auseinandersetzen wollten.
Den Abschluss bildete die „Runde der Chefredakteurinnen“, die spannende Einblicke in die aktuelle Medienlandschaft gab.
Von Regionalität und Community Building bis hin zu Vertrauen, KI und neuen Formaten wurde klar: Medien stehen unter Druck – aber auch vor vielen Chancen.
Der KomKon 2026 war ein intensiver Tag voller Diskussionen, neuer Gedanken und ehrlichem Austausch auf Augenhöhe.
Ein Tag, der gezeigt hat, dass unsere Branche bereit ist, sich mit den großen Fragen auseinanderzusetzen – und neue Wege zu gehen.
Danke an alle Speaker:innen, Teilnehmer:innen und das gesamte Organisationsteam.
Mit viel Mut – bis nächstes Jahr.