Science-go-round meets Hochschule Campus Wien: „Zwischen Labor und Öffentlichkeit: Wege zu guter Wissenschafts-PR“

Hochschule Campus Wien // Wien
Profi-Treff
19. Mai 2026
Favoritenstraße 222 1100 Wien, Hive (E.E.07)

Wie kann Wissenschaft verständlich, glaubwürdig und zugleich spannend kommuniziert werden? Und welche Rolle spielt professionelle PR dabei, Forschung aus dem Labor in die Öffentlichkeit zu bringen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des nächsten Science-go- round an der Hochschule Campus Wien.

Nach der Begrüßung durch Elisabeth Haslinger-Baumann (Vizerektorin für Forschung und Entwicklung) und Johannes Angerer (Vizepräsident PRVA) startet eine Podiumsdiskussion zum Thema „Zwischen Labor und Öffentlichkeit: Wege zu guter Wissenschafts-PR“. Ines Swoboda, Leiterin des Forschungszentrums Molecular Biotechnology und Allergieforscherin, und Sigrun Reininghaus-Cussac, zuständig für Wissenschafts-PR an der Hochschule Campus Wien, diskutieren über Erwartungen von Medien und Öffentlichkeit, den Alltag von Forschenden sowie über Erfolgsfaktoren und Stolpersteine in der Wissenschaftskommunikation.

Im Anschluss wird Wissenschaft unmittelbar erlebbar: Bei einer Führung durch ein Labor der Molekularen Biotechnologie erhalten die Teilnehmer:innen Einblicke in aktuelle Forschung und Arbeitsweisen. Danach öffnet das Scientific Brewhouse der Hochschule Campus Wien seine Türen – inklusive Führung und Bierverkostung – und zeigt auf anschauliche Weise, wie Forschung, Anwendung und Kommunikation zusammenwirken können.

Im Anschluss wird zu einem gemütlichen Ausklang bei Snacks und Getränken geladen.

Begrüßung:
Elisabeth Haslinger-Baumann (Vizerektorin für Forschung und Entwicklung an der Hochschule Campus Wien)
Johannes Angerer (Vizepräsident des PRVA)

Moderation: Regina Jankowitsch, Executive Coach und Kommunikationstrainerin und Mitglied des PRVA seit 1989

Dauer der Diskussionsrunde: ca. 1 Stunde

Nachbericht

Zwischen Forschung, Medienlogik und Bierverkostung

Was macht aus wissenschaftlicher Forschung eigentlich eine gute Geschichte? Und warum schaffen es manche Themen sofort in die Medien, während andere kaum wahrgenommen werden?

Genau darüber wurde bei Science Go Round an der Hochschule Campus Wien diskutiert und zwar nicht theoretisch, sondern mit vielen ehrlichen Einblicken direkt aus Forschung und Wissenschaftskommunikation.

Im Mittelpunkt standen Allergieforscherin Ines Swoboda und Wissenschaftskommunikatorin Sigrun Reininghaus-Cussac, die gemeinsam mit Moderatorin Regina Jankowitsch darüber sprachen, wie Wissenschaft heute sichtbar werden kann, ohne ihre Glaubwürdigkeit zu verlieren.

 

Besonders spannend war dabei der Blick hinter die Kulissen medialer Aufmerksamkeit. Denn nicht jede wichtige Forschung wird automatisch öffentlich wahrgenommen. Oft sind es Themen mit persönlicher Betroffenheit, emotionaler Nähe oder Alltagsrelevanz, die Menschen wirklich erreichen. Allergien sind dafür ein gutes Beispiel: Sie betreffen viele direkt, lösen Emotionen aus und schaffen dadurch einen unmittelbaren Zugang.

Gleichzeitig wurde deutlich, wie schwierig gute Wissenschaftskommunikation heute geworden ist. Forschung braucht Zeit, Genauigkeit und Differenzierung. Medienlogik hingegen verlangt oft Schnelligkeit, Vereinfachung und klare Botschaften. Genau zwischen diesen beiden Welten bewegt sich moderne Wissenschaftskommunikation.

 

Auch das Thema Wissenschaftsskepsis wurde offen angesprochen. Die Diskussion zeigte, dass Vertrauen nicht erst in Krisenzeiten aufgebaut werden kann. Wissenschaft muss präsenter werden, verständlicher sprechen und früher sichtbar sein, nicht nur an Universitäten, sondern auch in Schulen, Kindergärten und im Alltag.

Wie spannend Forschung tatsächlich sein kann, zeigte sich anschließend bei der Führung durch die Labore der Molekularen Biotechnologie. Statt abstrakter Theorie gab es Einblicke in aktuelle Forschungsarbeit, moderne Technologien und den Alltag im Labor.

 

Zum Abschluss wurde es dann noch einmal prickelig praktisch: Im Scientific Brewhouse der Hochschule Campus Wien wurde bei Führung und Bierverkostung sichtbar, wie eng Forschung, Anwendung und Kommunikation manchmal zusammenhängen können.

 

Ein Abend, der gezeigt hat, dass gute Wissenschaftskommunikation vor allem eines schaffen muss: Menschen neugierig machen.

PRVA
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