Die Zukunft von Public Relations, Werbung und Marktkommunikation zwischen Mensch und Maschine
Claude 4.7, ChatGPT 5.5 , Gemini 3 pro und Co: Die Meldungen über die neuesten Entwicklungen von Tools für künstliche Intelligenz überschlagen sich nahezu täglich. Ging es vor kurzem noch um menschliche versus künstliche Intelligenz, so ist die Anwendung von KI in der Kommunikationsbranche sowie der Kreativwirtschaft im Alltag längst angekommen. In diesem PRVA Profi Treff zeigen wir best practices aus dem Arbeitsalltag, was in naher Zukunft möglich sein wird und wie Mensch und Maschine gemeinsam außergewöhnliche Ergebnisse erzielen.
Referent:
Michael Katzlberger, katzlberger.ai
Michael Katzlberger gilt als der KI-Experte schlechthin für die Kreativwirtschaft im deutschsprachigen Raum. Seit 2016 widmet er sich intensiv dem Thema Künstliche Intelligenz (KI) in der Kreativindustrie, berät Unternehmen und gibt sein Wissen in Seminaren, Lehrveranstaltungen und Gastvorträgen im In- und Ausland weiter. Sein Schwerpunkt liegt hierbei darauf, das Thema KI zu entmystifizieren, um es EPUs, KMUs und der breiteren Öffentlichkeit besser zugänglich zu machen. https://katzlberger.ai
Wie verändert Künstliche Intelligenz die Kreativwirtschaft? Und was bedeutet das für Menschen, deren Arbeit von Ideen, Sprache, Bildern, Strategie und Kommunikation lebt? Diesen Fragen widmete sich Michael Katzlberger bei einem inspirierenden Abend des PRVA in Graz.
Vor rund 30 Besucher:innen teilte Katzlberger seinen aktuellen Wissensstand zum Thema KI in der Kreativwirtschaft: praxisnah, pointiert und mit einem klaren Blick auf das, was bereits heute möglich ist. Im Zentrum stand dabei nicht die oft gestellte Frage, ob Künstliche Intelligenz menschliche Kreativität ersetzt. Vielmehr zeigte Katzlberger, wie menschliche und künstliche Intelligenz zusammenspielen können, um Ergebnisse zu schaffen, die bisher kaum denkbar oder schlicht nicht umsetzbar gewesen wären.
Seine zentrale Botschaft: KI ist nicht der Feind. Entscheidend wird sein, ein hybrides Modell zu entwickeln, in dem Menschen und Maschinen ihre jeweiligen Stärken einbringen. Während KI-Tools in beeindruckender Geschwindigkeit Texte, Bilder, Videos, Designs oder Konzepte erzeugen können, bleiben menschliches Urteilsvermögen, strategisches Denken, Empathie und kreative Führung unverzichtbar.
Gleichzeitig machte Katzlberger deutlich, dass die kommenden Jahre tiefgreifende Veränderungen bringen werden. Vor allem Berufe, die mit Kreativität, Kommunikation, Marketing oder Medien zu tun haben, werden sich in den nächsten fünf Jahren stark wandeln. Manche bisherige Geschäftsmodelle könnten schon bald unter Druck geraten, weil KI-Tools bestimmte Tätigkeiten schneller, günstiger und teilweise auch besser übernehmen.
Doch genau darin liegt auch eine große Chance. Denn gute Ergebnisse entstehen nicht automatisch. KI muss richtig angeleitet werden. Sie braucht klare Briefings, präzise Prompts und Menschen, die Resultate kritisch prüfen, einordnen und weiterentwickeln können. Prompting, Plausibilitätsprüfung, kreative Kuration und strategische Bewertung werden damit zu zentralen Fähigkeiten der Zukunft.
Anhand zahlreicher Beispiele zeigte Katzlberger, wie rasant sich generative KI weiterentwickelt hat – von ultrarealistischen Bildern über redaktionelle Collagen und Produktdesigns bis hin zu animierten Charakteren und Kampagnenideen. Besonders anschaulich wurde das auch an Projekten, die Katzlberger selbst mit KI umgesetzt hat: etwa AI Sisi für die Österreich Werbung oder die Artificial Krapfen Challenge für Ströck.
Der Abend machte deutlich: Die Zukunft der Kreativität liegt nicht im Entweder-oder, sondern im Zusammenspiel. Wer KI nur als Werkzeug versteht, greift vielleicht zu kurz. Wer sie aber als kreatives Gegenüber begreift, kann neue Denk- und Gestaltungsräume öffnen.
Oder anders gesagt: Das Beste aus zwei Welten entsteht dort, wo menschliche Vorstellungskraft auf künstliche Intelligenz trifft und der Mensch weiterhin entscheidet, was daraus Bedeutung bekommt.
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