Wenn die Produktion von Content durch KI-Tools zunehmend automatisiert wird, stellt sich eine fundamentale Frage für unsere Branche: Bleibt der Mensch am Ende nur noch die kontrollierende Instanz – der sprichwörtliche „Human in the Loop“? Oder befreit uns die Technologie endlich von der Routine, um Raum für echte Strategie und tiefe Kreativität zu schaffen?
Am 9. April 2026 wollen wir diese Frage beleuchten.
Ab 18 Uhr im L’Office Schottenfeldgasse 85, 1070 Wien.
Den Impuls liefert Thomas Mickeleit (AG CommTech) mit den Ergebnissen der aktuellen Studie „Künftige Rollen und Kompetenzen in der Kommunikationsprofession“. Darauf aufbauend diskutieren wir mit Expert:innen und dem Publikum:
Am Podium diskutieren – unter intensiver Einbeziehung des Publikums:
Im Anschluss laden wir zu weiterem Austausch bei einem Gläschen Wein / Bier / Apfelsaft und Brötchen
Wir freuen uns auf Euer kommen!
Am 9. April lud der PRVA gemeinsam mit der AG CommTech, Axel Maireder zur Veranstaltung „Wie KI die Berufsbilder in der Kommunikation neu definiert“. Im Zentrum stand eine hochaktuelle Frage: Welche Auswirkungen hat Künstliche Intelligenz auf die Kommunikationsbranche – und wohin entwickelt sich das Berufsbild?
Die Diskussion mit Peter N. Thier, Dr. Sieglinde Martin und Katharina Scheyerer-Janda zeichnete ein klares Bild: Statt Verunsicherung dominierte Optimismus. Einigkeit herrschte darüber, dass die Kommunikationsprofession nicht geschwächt, sondern gestärkt aus dem technologischen Wandel hervorgeht.
Kommunikation gewinnt an Bedeutung
In einer zunehmend komplexen Welt wächst der Bedarf an strategischer Einordnung und Orientierung. KI wird dabei als leistungsstarkes Werkzeug verstanden, das von Kommunikationsprofis gezielt gesteuert wird. Die Rolle des Menschen geht dabei weit über das Konzept des „Human in the Loop“ hinaus: Kommunikator:innen agieren als strategische Taktgeber, die den Einsatz von KI lenken und verantworten.
Wandel als Konstante der Branche
Die Diskussion machte deutlich, dass Veränderung seit jeher Teil der PR ist. Auch die aktuelle Transformation reiht sich in diese Entwicklung ein. Gefragt sind heute mehr denn je Kompetenzen wie strategisches Denken, Projektmanagement, Empathie und kritisches Urteilsvermögen. Technologische Fähigkeiten gewinnen zwar an Bedeutung, doch bleibt die menschliche Einschätzung der zentrale Erfolgsfaktor.
Breite Kompetenzen statt Tool-Fokus
Ein weiterer zentraler Punkt: In Ausbildung und Praxis rückt ein generalistischer Zugang in den Vordergrund. Reines Tool-Wissen oder Spezialisierung auf einzelne KI-Anwendungen reicht nicht aus. Vielmehr sind Problemlösungskompetenz, ein tiefes Verständnis für Zusammenhänge und die Fähigkeit, strategisch zu denken, entscheidend. KI wird dabei als Unterstützung gesehen, um diese Fähigkeiten noch wirkungsvoller einzusetzen.
Fazit: Relevanz steigt weiter
Die Kommunikationsberufe befinden sich im Wandel – doch ihre Bedeutung wächst. Selten zuvor war die Relevanz strategischer Kommunikation so hoch wie heute.
Der PRVA bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmer:innen sowie bei Thomas Mickeleit für den wertvollen inhaltlichen Impuls im Vorfeld der Veranstaltung.
Fotos: supercontent, Jochen Russmann