Bereits zum vierten Mal in Folge bat Marketagent Kommunikations-Expert*innen mit ein wenig Augenzwinkern um eine Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung im laufenden
Jahr. Welches Getränk symbolisiert die aktuelle Konjunktur am besten? Wie hoch klettert das eigene Unternehmen in den nächsten zehn Jahren die Karriereleiter hinauf? Und wäre die eigene Firma eine lohnende Investition am Aktienmarkt?
Antworten auf diese und weitere Fragen liefert die neueste Ausgabe des Champagner-Index, den Marketagent gemeinsam mit uns am 13. April präsentieren.
Was auf den ersten Blick spielerisch wirkt, hat einen klaren wissenschaftlichen Hintergrund:
Durch bewusst implizite Fragestellungen erfassen wir Einstellungen und Stimmungen indirekt und kommen so zu besonders ehrlichen, unverfälschten Ergebnissen. Genau dieser Perspektivenwechsel macht den Champagner-Index so spannend. Garniert wird das Ganze wieder mit einem repräsentativen Lagebericht aus der Gesamtbevölkerung. Erstmals erweitert sich der Blick auch über die Landesgrenzen hinaus:
Ein Benchmark zeigt, wie es um die Stimmung bei unseren Schweizer Nachbar*innen bestellt ist.
Wann: 13. April 2026, ab 17:00
Wo: Heiligenstädter Straße 39, 1190 Wien | Schlumberger Kellerwelten
Mit einem Augenzwinkern und bereits zum vierten Mal in Folge wurden im Rahmen des aktuellen „Champagner-Index“ Entscheiderinnen dazu eingeladen, die wirtschaftliche Entwicklung des laufenden Jahres einzuschätzen. Ergänzt wurde diese Perspektive durch ein Stimmungsbild unter 1.000 Konsumentinnen sowie einen Vergleich mit der Schweiz, um einen umfassenden Blick auf die Konjunktur zu ermöglichen.
Gemeinsam mit Marketagent präsentierte der PRVA die aktuellen Ergebnisse am Montagabend in der Schlumberger Wein- und Sektkellerei – ein passender Rahmen für einen Index, der wirtschaftliche Stimmung in prickelnde Bilder übersetzt.
Ein Glas mit Luft nach oben
Der von Marketagent entwickelte „Champagner-Index“, vorgestellt von Thomas Schwabl, misst die wirtschaftliche Einschätzung anhand einer anschaulichen Frage: Wie voll ist das Glas?
Im ersten Quartal 2026 liegt der durchschnittliche Füllstand unter 290 befragten Unternehmensinsider*innen bei 46,7 %. Damit zeigt sich eine leichte Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (41,5 %), bleibt jedoch weiterhin unter dem Niveau von 2023 (53,4 %).
Aus Sicht des PRVA deutet dies auf eine vorsichtige Stabilisierung hin – von einer echten Aufbruchsstimmung kann jedoch noch nicht gesprochen werden.
Schweiz: Mehr Optimismus, aber rückläufig
Ein Blick in die Schweiz zeigt zunächst ein deutlich optimistischeres Bild: Mit 62,7 % ist das Champagnerglas dort klar besser gefüllt. Gleichzeitig ist jedoch ein Rückgang gegenüber 2025 (68,3 %) zu verzeichnen.
Die Entwicklung unterstreicht, dass sich wirtschaftliche Erwartungen aktuell auch international neu ausbalancieren.
Wahrnehmungslücke zwischen Unternehmen und Konsument*innen
Wie Thomas Schwabl im Rahmen seiner Präsentation ausführte, zeigt sich eine klare Diskrepanz zwischen den Perspektiven: Unternehmen blicken insgesamt optimistischer in die Zukunft als Konsument*innen.
Diese Wahrnehmungslücke spiegelt sich im Verhalten wider: Kaufentscheidungen werden bewusster getroffen, Erwartungen an Marken steigen und Vertrauen gewinnt weiter an Bedeutung. Für Kommunikation bedeutet das, unterschiedliche Perspektiven stärker mitzudenken und gezielt zu adressieren.
Stabilisierung statt Boom
Auch der Blick nach vorne bleibt differenziert. Laut den präsentierten Daten ist weder mit einer klassischen Krise noch mit einem wirtschaftlichen Boom zu rechnen. Stattdessen zeichnet sich eine Phase der kontrollierten Stabilisierung ab.
Euphorische „Champagner-Momente“ bleiben damit die Ausnahme – gefragt ist eine realistische Einordnung der Lage.
Konsum wird selektiver
Ein zentrales Ergebnis der Analyse, wie von Thomas Schwabl erläutert: Konsum wird selektiver und funktionaler.
Steigende Lebenshaltungskosten und wirtschaftliche Unsicherheiten führen dazu, dass Ausgaben stärker priorisiert werden. Grundbedürfnisse gewinnen an Bedeutung, während diskretionäre Ausgaben zurückgehen. Für Unternehmen bedeutet das: Relevanz entsteht durch echten Mehrwert.
Kommunikation als Schlüsselkompetenz
Gerade in diesem Umfeld kommt Kommunikation eine zentrale Rolle zu. Sie schafft Orientierung, stärkt Vertrauen und hilft, komplexe Entwicklungen verständlich einzuordnen.
Für Kommunikationsverantwortliche ergibt sich daraus ein klarer Auftrag:
Der „Champagner-Index“ macht deutlich, dass der Mehrwert von Daten in ihrer richtigen Interpretation liegt.
Technologie und Mensch im Zusammenspiel
Digitale Tools und Automatisierung verändern die Kommunikationslandschaft nachhaltig. Gleichzeitig bleibt – wie auch im Rahmen der Präsentation betont wurde – der menschliche Faktor entscheidend.
Strategie, Kreativität und Kontextverständnis sind zentrale Kompetenzen, die nicht automatisiert werden können. Der größte Mehrwert entsteht im Zusammenspiel von Technologie und menschlicher Expertise.
Der „Champagner-Index“, präsentiert von Thomas Schwabl, liefert eine fundierte Orientierung in einem komplexen wirtschaftlichen Umfeld.
Er zeigt, dass erfolgreiche Kommunikation dort entsteht, wo Daten, Marktrealität und menschliches Verhalten zusammen gedacht werden. Wer diese Zusammenhänge versteht und gleichzeitig nah an den Menschen bleibt, schafft die Grundlage für wirksame Kommunikation – auch in herausfordernden Zeiten.
Fotos: supercontet, Jochen Russmann