Wie wird aus einer klaren Haltung gegen sexuelle Belästigung, Mobbing und andere Diskriminierungsformen gelebte Unternehmenskultur?
Beim Online PRofi-Treff geben die Wiener Stadtwerke Einblick in ihr Konzernprojekt „Respekt für Grenzen“ – ein mehrfach ausgezeichnetes Praxisbeispiel für strategische interne Kommunikation. Im Mittelpunkt stand dabei nicht eine kurzfristige Kampagne, sondern die dauerhafte Verankerung von Null Toleranz im Arbeitsalltag. Die Wiener Stadtwerke zeigen, wie Kommunikation, Diversitäts- und Gesundheitsmanagement zusammenspielen müssen, damit Respekt nachhaltig wirkt. Für das Projekt wurde das Unternehmen für den PR-Staatspreis nominiert und gewann 2025 den INKOMETA Award in der Kategorie Equality, Diversity & Inclusion (EDI).
Gesprächspersonen: Sandra Acaris, Interne Kommunikation, und Gerhard Wagner, Diversitätsexperte der Wiener Stadtwerke
Die Wiener Stadtwerke haben ihre interne Kampagne „Respekt für Grenzen“ erfolgreich abgeschlossen und damit ein starkes Zeichen gegen sexuelle Belästigung, Mobbing und Diskriminierung gesetzt.
Über ein Jahr hinweg wurde das Thema systematisch und sichtbar in der gesamten Belegschaft verankert. Mit 4 Schwerpunktthemen, über 1.200 Plakaten, fast 12.000 Free Cards, Newslettern mit Öffnungsraten von über 60 % und einer interaktiven Intranetplattform erreichte die Kampagne 2.500 Unique Visitors und überzeugte mit 5-Sterne-Bewertungen – ohne negative Rückmeldungen.
Authentische Unterstützung von CEO Peter Weinelt, ein zweistufiger Prozess mit Vertrauenspersonen und eine klar strukturierte interne Kommunikation machten die Kampagne erfolgreich. Besonders herausfordernd war die Ansprache der 5.000 Fahrdienst-Mitarbeiter ohne digitale Endgeräte, für die Printprodukte und Free Cards unverzichtbar waren.
Die Kampagne gewann die Cometa-Kategorie in Deutschland, wurde für den Staatspreis PR nominiert und setzte das Thema Respekt als neues Leitprinzip nachhaltig in der Unternehmenskultur.
Takeaway: Klare Botschaften, sichtbare Führung und niederschwellige Anlaufstellen sorgen dafür, dass Null-Toleranz nicht nur ein Konzept, sondern gelebte Realität ist.