Ein Jahr nach dem Jahrhundert-Hochwasser in Niederösterreich schaut der PRVA zurück – und nach vorn. Wie haben sich Bundesheer, Feuerwehr und ÖBB damals kommunikativ abgestimmt? Wer entschied, welche Botschaften wann nach außen gingen? Und: Was lernen wir für die nächste Krise?
Am 12. September, 12:00–13:00 Uhr, diskutieren wir im virtuellen PRVA Lunch Bite mit Vertreter:innen der Einsatzorganisationen. Moderiert wird die rein virtuelle Veranstaltung von PRVA Präsidentin Ingrid Gogl.
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Ein Jahr nach dem Hochwasser im September 2024 zog der Public Relations Verband Austria (PRVA) beim Lunch Bite Bilanz. Vertreter:innen von ÖBB, Bundesheer und Feuerwehr machten deutlich: Wer in der Krise bestehen will, muss vorbereitet sein, intern klar kommunizieren und neue Technologien gezielt einsetzen.
Vorbereitung ist alles
Die rechtzeitigen Wetterwarnungen ermöglichten es allen Beteiligten, ihre Krisenpläne frühzeitig zu aktivieren. Feuerwehr, Bundesheer und ÖBB setzten auf enge Abstimmung, klare Botschaften und regelmäßige Briefings. So konnten Strukturen rechtzeitig hochgefahren werden, bevor die Katastrophe ihren Höhepunkt erreichte.
Kanäle und Glaubwürdigkeit
In der externen Kommunikation spielten klassische Medien, soziale Netzwerke und regionale Plattformen gleichermaßen eine Rolle. Entscheidend war jedoch die Glaubwürdigkeit der eigenen Mitarbeiter:innen. Ob über SMS-Verteiler, digitale Townhalls oder direkte Ansprache: Interne Kommunikation wurde zum strategischen Erfolgsfaktor.
KI als Zukunftsthema
Besonderes Augenmerk lag auf dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Während das Bundesheer KI bereits für Medienbeobachtung und Textarbeit nutzt und die ÖBB mit Tools wie Copilot und ChatGPT experimentiert, setzt die Feuerwehr auf externe Unterstützung. Klar ist: KI wird die Krisenkommunikation nachhaltig verändern.
Zusammenarbeit als Stärke
Alle drei Organisationen betonten, wie wichtig gemeinsame Abstimmung und einheitliches Wording sind. Glaubwürdigkeit und Effizienz entstehen nicht durch Einzelkämpfer, sondern durch vernetztes Handeln.
Fazit
Die Bilanz nach einem Jahr lautet: Krisenkommunikation ist Königsdisziplin. Sie verlangt Vorbereitung, realistische Übungen und konsequente Zusammenarbeit. Nur so können Organisationen im Ernstfall Vertrauen schaffen und handlungsfähig bleiben.