Sonderpreis der Staatspreisjury für Public Relations 2013

  • Sonderpreis der Staatspreisjury für Public Relations 2013 vlnr.: Ingrid Vogl (PRVA-Präsidentin), Josef Barth (Transparenzgesetz.at), Hubert Sickinger (Transparenzgesetz.at), Sektionschef Michael Losch (BMWFJ). ©PRVA/Nadine Bargad
    Sonderpreis der Staatspreisjury für Public Relations 2013 vlnr.: Ingrid Vogl (PRVA-Präsidentin), Josef Barth (Transparenzgesetz.at), Hubert Sickinger (Transparenzgesetz.at), Sektionschef Michael Losch (BMWFJ). ©PRVA/Nadine Bargad 

Transparenzgesetz.at - Eine Onlinekampagne ändert die Verfassung

PR-Träger: Forum Informationsfreiheit (FOI)
Interner Berater: Josef Barth

Projektbeschreibung:
Österreich ist ein Land, das sich nicht gerade durch besondere Transparenz in Politik und Verwaltung auszeichnet. Es ist das einzige Land Europas, in dem das Amtsgeheimnis noch in der Verfassung steht. Und es liegt im internationalen „Right to Information“-Ranking auf Rang 95 von 95 – und damit auf dem weltweit letzten Platz.

Die Initiative gründete sich via Twitter, und schaffte es allein über eine Onlinekampagne ohne Pressekonferenz und Aussendung in die Schlagzeilen und auf die politische Agenda. Sie schaffte es an den Verhandlungstisch mit der Regierung und legte eine Verfassungsänderung vor, die nun bereits von zwei Parteien im Parlament eingebracht wurde. Das Ziel: das Amtsgeheimnis endlich abzuschaffen und ein Grundrecht auf Informationsfreiheit in der Verfassung zu verankern – mit einem Recht auf Zugang zu den Dokumenten der Verwaltung und einem zentralen Beauftragten für Informationsfreiheit. Denn Österreichs Bürger haben das Recht zu wissen.

Jurybegründung:
Die ausgehend von Medien- und Korruptionsexperten gestartete Twitter-Diskussion über das österreichische Amtsgeheimnis und die darauf aufbauende Online-Initiative und Online-Petition ist ein gutes Beispiel für innovatives Agenda Setting und Community-Aktivierung über Social Media-Aktivitäten. Die Online-Petition für Recht der Bürger auf Information aktivierte innerhalb kürzester Zeit 10.000 Menschen. Die Aktion erzielte damit große mediale Aufmerksamkeit, erzeugte damit öffentlichen Druck und letztendlich das Bekenntnis zu einer entsprechenden Änderung der österreichischen Bundesverfassung.Transparenzgesetz.at hat damit einem gesellschaftspolitisch relevantem Thema zum Durchbruch verholfen.

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