PR-Talk 2009: "Geheimrezept PR - warum es gerade in Krisenzeiten so gut funktioniert"

  • vlnr.: Prof. Dr. Peter Szyszka (Uni Wien), Dr. Ingrid Vogl (Wiener Stadtwerke und PRVA Vizepräsidentin), Raffaele Arturo (Publicis Group Austria), Elisabeth Pechmann (Ogilvy Group Austria), Ing. Martin Bredl (PRVA-Präsident).
    vlnr.: Prof. Dr. Peter Szyszka (Uni Wien), Dr. Ingrid Vogl (Wiener Stadtwerke und PRVA Vizepräsidentin), Raffaele Arturo (Publicis Group Austria), Elisabeth Pechmann (Ogilvy Group Austria), Ing. Martin Bredl (PRVA-Präsident). 

Der Public Relations Verband Austria (PRVA) lud am Dienstag, dem 5. Mai zur Podiumsdiskussion in die Oesterreichische Kontrollbank. Die Umbruchstimmung der derzeitigen Krise als Chance zu nutzen, die Public Relations als kontinuierliche, strategische Managementfunktion zu positionieren, ist ein wesentliches Fazit der von über 60 PR-Verantwortlichen besuchten Veranstaltung.

PRVA-Präsident Martin Bredl leitete als Moderator den Abend mit Daten und Fakten des kürzlich durchgeführten PR-Panels ein. Sie belegen, dass PR in Zeiten der Krise stark an Bedeutung gewinnen.

Raffaele Arturo (CEO Publicis Group Austria), sieht die PR zur Zeit als Gewinner, weil mit den PR-Werkzeugen im Anlassfall punktgenauer und schneller als in anderen Kommunikationsdisziplinen reagiert werden kann. Arturo wünscht sich eine Zusammenarbeit zwischen PR und Werbung unter dem Stichwort „gemeinsame Markenführung“.

Elisabeth Pechmann (Director Corporate & Public Relations, Ogilvy Group Austria) fordert gerade in Krisenzeiten Gewohnheiten zu hinterfragen und die üblichen Muster zu verlassen. Mit gezielter langfristiger Vorarbeit, einer fein abgestimmten Zielgruppen-Analyse und einem klaren Kommunikationsfahrplan braucht man in schwierigen Zeiten kein Zusatzbudget, um Beziehungen und Vertrauen aufzubauen.

Ingrid Vogl (Leiterin Konzernkommunikation Wiener Stadtwerke und PRVA Vizepräsidentin) weist als „vehemente Vertreterin der integrierten Kommunikation“  auf die Wichtigkeit der Abstimmung aller Kommunikationsmittel hin. Ob PR in dieser Situation als Gewinner oder Verlierer hervorgehen, hängt vor allem vom Nachweis ab, was PR bewirken können – das sieht Vogl als derzeitigen Schwachpunkt und als größte Herausforderung der PR.

Laut Peter Szyszka (Professor für Public Relations, PRVA-Stiftungsprofessur an der Universität Wien) „befinden wir uns nicht in einer Krise, sondern in einer Rezession, in der jedoch krisenhaft reagiert wird. Krisenzeiten stellen angestrebte Entwicklungen in Frage. Sie zwingen das Management bisher erfolgreiche Positionen zu überdenken und nach neuen Wegen zu suchen. Krisensituationen sensibilisieren das Management für PR-Arbeit. PR müssen sich in Krisenzeiten bewähren und zeigen, dass sie einen wertvollen Beitrag zur effektiven Aufstellung eines Unternehmens leisten können.“

Fazit der spannenden Veranstaltung: Public Relations haben in der Krise die große Möglichkeit sich zu bewähren. Diese Chance muss genutzt werden, um nachhaltig die Bedeutung zu halten bzw. zu steigern und nicht nur "Krisengewinner" zu sein.

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