Politische PR

Ein breites Betätigungsfeld findet sich in der politischen PR, womit sowohl die direkt im parteipolitischen Umfeld als auch die in politiknahen Organisationen (Kammern, Verbände, Gewerkschaften) notwendigen Kommunikationsaktivitäten auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene angesprochen sind.

Politische PR beinhaltet die öffentliche Darstellung von Funktionsträgern, Themen und Programmen gegenüber anderen gesellschaftlichen Teilsystemen. Kernaufgabe ist es, Aufmerksamkeit und Interesse, Bekanntheitsgrad und Imageprofil für die eigenen Positionen, Interessen und Akteure zu erzielen. Politische PR dient sowohl der Informationsvermittlung wie auch der politischen Meinungsbildung.

In einer Medien-, Informations-, Aufmerksamkeits- oder Kommunikationsgesellschaft spielt die auf Medien gerichtete politische PR eine große Rolle. Unbestritten ist daher in der politischen PR “Presse-/Medienarbeit”, die mediale Thematisierung und Vermittlung, einer der Hauptaufgaben.

Zu gestalten ist auch der ständige Dialog mit vielen anderen wichtigen Bezugsgruppen - wie z.B. Mitglieder, Funktionäre, Wähler, andere Parteien, diverse Interessengruppierungen -, um ein Klima für gegenseitiges Verständnis und Vertrauen und gegenseitigen Interessenausgleich aufzubauen und zu fördern. Es gilt, eine demokratiepolitisch wichtige, wechselseitige Vermittlungsfunktion zwischen Politik, Medien, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft einzunehmen.

Politische PR-Verantwortliche verfügen über fundierte Fachkenntnisse und gezielt erlernte Fähigkeiten, die es ihnen ermöglichen,

  • politische Entscheidungsträger, Mandatare und Funktionäre bei der Formulierung der Politik bzw. der Anliegen zu beraten,
  • die kommunikative Wirkung von politischen Entscheidungen zu beurteilen,
  • spezifische Zielsetzungen für die Kommunikationsarbeit zu definieren,
  • Strategien auf der Basis von Analysen (z.B. Stärken-/ Schwächenanalyse) zu entwickeln,
  • Kommunikationszusammenhänge zu erkennen, Kommunikationsprojekte und -maßnahmen zu realisieren sowie deren Ergebnisse zu evaluieren.
  • Unabhängig vom politischen Tätigkeitsfeld sind fundierte Kenntnisse und Erfahrungen in einer Reihe von Wissensgebieten der Kommunikation erforderlich.

 Voraussetzungen sind

  • Kenntnisse über Theorie und Praxis der Kommunikation
  • journalistische Begabung; Fähigkeit, einen Sachverhalt auf seine mediale Relevanz hin zu analysieren, ihn unter diesem Gesichtspunkt zu formulieren
  • Umfassende Kenntnisse über die nationale und ggf. internationale Medienlandschaft
  • Beherrschen der spezifischen Kommunikationsfelder wie Medienarbeit, online-Kommunikation, Lobbying, Personality-PR, interne Kommunikation, Krisen-/Risiko-Kommunikation, Corporate Identity, Produkt-PR, Sponsoring etc.
  • Erfahrungen mit verschiedenen Hilfstechniken wie Kreativitäts-, Planungs- und Evaluierungstechnik sowie Markt- und Meinungsforschung
  • Kenntnisse und Fähigkeiten im Umgang mit verwandten Kommunikationsberufen (Public Affairs, Lobbying, Marketing, Werbung, Direct-Marketing etc.)
  • Kenntnisse über zeitgemäße Techniken im Privatbereich ebenso wie in elektronischen Medien 
  • das Beherrschen von Kommunikationstechniken für Aufgabenstellungen im Bereich der Vermittlung von Politik, des Coaching, der Moderation, Präsentation, Verhandlung und Gesprächsführung
  • Umfassende Kenntnisse des politischen Systems und der politischen Prozesse
  • Kenntnisse aus Wirtschaft, Recht und Gesellschaft 
  • solide Kenntnisse einer Fremdsprache
  • professionelles Handling des arbeitsteiligen Prozesses Kommunikation im Umfeld (partei)politischer Tätigkeit
  • Fähigkeit zu empathischer Kommunikation mit Mitarbeitern und freiwilligen Unterstützern.

Vom Persönlichkeitsprofil wird weiters erwartet: kommunikationsstark, engagiert, belastbar, team- und gremienfähig, soziale Kompetenz, flexibles Denken und Handeln, eigenverantwortlich und kreativ.